JETZT AUF Q RADIO
GLEICH AUF Q RADIO
LIVE HÖREN
|
23.11.2015 00:00:00
wikicommons / stars alive

Gefährliche Selbsthilfegruppen

Opfer werden ausgenutzt

Immer mehr junge Mädchen unter 20 sind unzufrieden mit ihrem Gewicht. Insgesamt hat sich die Zahl der von einer Essstörung betroffenen Mädchen in den letzten Zwanzig Jahren verzehnfacht. Erst kürzlich hat das österreichische Bundesministerium für Familien und Frauen alarmierende Zahlen zusammengetragen. Gefahr lauert in den Sozialen Medien, dort gruppieren sich Betroffene zu Gruppen. Medienforscher Jochen Tschunko beschäftigt sich mit den vermeintlichen Selbsthilfegruppen „proana“ und „promia“:

"ProAna und ProMia sind generell Hilfegruppen die sich für Anorexie und für Bulemie einsetzen. Die meisten Aktivitäten finden hier bei jungen Mädchen im Internet statt."

 

Das Gefährliche in diesen Gruppen sind laut Tschunko Menschen, die die psychische Labilität der Betroffenen unter der Absicht perverser Phantasien ausnutzen.

"Es treiben sich im internet dubiose Gestalten herum die psychisch schwachen oder Labilen Menschen vermeintliche Hilfe anbieten und so die Krankheit unterstützen"

 

 

Wirkliche Hilfe für Betroffene bieten qualifizierte Anlaufstellen. Selbsternannte Hilfsgruppen im Internet erscheinen zwar auf den ersten Blick anonymer. Von offiziellen Stellen kann man jedoch ebenfalls vollständige Diskretion verlangen.

 

(JG)