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31.05.2016 05:00:00
pixabay.com

Die "Pille davor"

Milliardenkosten für Krankenkassen?

Im Kampf gegen HIV wird die "Pille davor" immer populärer. Die amerikanische Gesundheitsbehörde hat eine neue Empfehlung herausgegeben, in der rund einem von vier sexuell aktiven Schwulen und bisexuellen Männern die tägliche Einnahme der sogenannten Präexpositions-Prophylaxe empfohlen wird.

 

Es handelt sich um eine Präventionsmaßnahme die Personen vor einer möglichen HIV Infektion schützen soll. Statistisch gesehen sei die Einnahme der Pille davor auch bei einem von 200 Heterosexuellen angeraten. Die USA haben die Pille bereits 2012 zugelassen, in der EU wird sie bislang noch nicht verschrieben. Allerdings hat die französische Gesundheitsministerin angekündigt, das Medikament in ihrem Land zulassen zu wollen.

 

Zudem ist die Pille nicht ganz günstig: Derzeit werden 30 Tabletten – also eine Monatspackung –für 800 Euro verkauft. Sollte das Medikament wirklich in großem Umfang verschrieben und erstattet werden, könnten Milliardenmehrkosten auf die Krankenkassen zukommen. (pv/pv)