JETZT AUF Q RADIO
GLEICH AUF Q RADIO
LIVE HÖREN
|
24.07.2015 05:38:25
fotolia

30 Jahre Haft für HIV-Positiven

Aids-Aktivisten fordern nun Gesetzesänderungen

Ein 23-jähriger HIV-Positiver muss in den USA 30 Jahre hinter Gitter, weil er seinen Sexpartnern nichts von seiner Infektion erzählt hatte – Aids-Aktivisten fordern nun Gesetzesänderungen.
Michael J. ist zu einer Haftstrafe von 30 Jahren verurteilt worden, weil er mit fünf Männern ungeschützten Sex gehabt hat, ohne ihnen von seiner HIV-Infektion berichtet zu haben.

 

Einer dieser Männer hat sich mit dem Virus infiziert. Während des Prozesses hat der 23-Jährige zugegeben, positiv getestet worden zu sein; er habe aber nicht viel über das Virus und die Übetragungswege gewusst. Aids-Aktivisten kritisieren die Haftstrafe scharf: Das Urteil reflektiert die anhaltende Ignoranz gegenüber HIV.

 

Der Staat fordert seine Bürger auf, sich auf HIV testen zu lassen. Dann lässt der Staat die Menschen strafrechtlich verfolgen, deren Testergebnis positiv ist und die nicht beweisen können, dass sie ihren Sexpartnern davon erzählt haben. Das ergibt keinen Sinn. so die Aktivisten.